30 Millionen Euro Fluthilfe für Kultur

Mit einem Gesamtvolumen von bis zu 30 Millionen Euro wurde gestern das Gesetz zur Errichtung eines Sondervermögens „Aufbauhilfe 2021“ für die vom Hochwasser betroffenen Gebiete in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Bayern vom Bundesrat in einer Sondersitzung zugestimmt. 

Für Aufbaumaßnahmen speziell im Kulturbereich sollen bereits in diesem Jahr 30 Millionen Euro zur Verfügung stehen. 

Damit sollen Schäden von Kultureinrichtungen und Denkmälern in öffentlicher oder gemeinnütziger Trägerschaft sowie an Archivgut privater Vereine, Stiftungen und gemeinnütziger Einrichtungen beseitigt werden. Über die betroffenen Länder soll die Abwicklung und Antragsbearbeitung erfolgen.

«Mit dem vom Deutschen Bundestag und Bundesrat beschlossenen Hilfsprogramm senden wir ein starkes Signal der Solidarität an die Menschen in den von der Flut betroffenen Gebieten. Wir haben es mit Jahrhunderte alten Kulturlandschaften zu tun, die sich auf die Unterstützung des Bundes verlassen können», versicherte Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

«Mit der ersten Tranche von 30 Millionen Euro werden wir dabei helfen, die vielen hochwassergeschädigten Kulturschätze zu sichern und für die Zukunft zu bewahren. Unser Dank gilt den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die sich seit Mitte Juli auch um die Rettung des kulturellen Erbes vor Ort bemühen.»

Zehn «spezielle Notfallcontainer mit Ausrüstung und Materialien für den Kulturgutschutz» sollen kurzfristig angeschafft werden. Diese könnten in Zukunft bundesweit für die Katastrophenbewältigung genutzt werden.

Das Bundesarchiv unterstützt die betroffenen Regionen bereits seit Juli bei der Säuberung und Restauration der beschädigten Archivalien. Dabei sollen die Archivalien per Gefriertrocknung vor Folgeschäden wie Schimmelbefall geschützt werden.

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