Ist 2G-Regelung Sargnagel für Einzelhandel?

Heute übte Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der AfD im Deutschen Bundestag, scharfe Kritik an der geplanten bundesweiten Einführung der 2G-Regelung im Einzelhandel. Weidel an der Maßnahme:

«Der künftigen Ampel-Regierung fehlt es an jeglichem ökonomischen Sachverstand. Die völlig unverhältnismäßigen und verfassungswidrigen Maßnahmenverschärfungen werden dramatische Kollateralschäden für die deutsche Wirtschaft nach sich ziehen: Mitten im Weihnachtsgeschäft drohen dem ohnehin schon schwer angeschlagenen Einzelhandel durch den Ausschluss von etwa 20 Prozent der Kundschaft und logistischen Mehraufwand Umsatzeinbrüche von bis zu 50 Prozent – und in der Folge eine noch größere Pleitewelle.» 

Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der AfD im Deutschen Bundestag

Weidel bezieht sich auf das Institut der deutschen Wirtschaft, welches die Verluste der Branche im Dezember auf über 5 Milliarden Euro schätzt.

Die Corona-Hilfen, die vom designierten Bundeskanzler Scholz in Aussicht gestellt wurden seien für Weidel «in der Realität völlig unzureichend.»

Für die Fraktionsvorsitzender der AfD drohe «ein Kahlschlag, von dem sich unsere Innenstädte kaum noch erholen dürften. Und dies, obwohl zahlreiche Studien gezeigt haben, dass das der stationäre Einzelhandel keinen Corona-Hotspot darstellt, da das Risiko der Ansteckung im Einzelhandel sehr gering ist.»

Weidel bezeichnet die bundesweite 2G-Regelung als rechtswidrigen Teil-Lockdown und als «Sargnagel für den deutschen Einzelhandel.»

«Dieser sinnlos-zerstörerischen Politik wird sich die AfD-Fraktion widersetzen», verspricht Weidel. Diese Politik müsse revidiert werden und «durch eine an Vernunft und Verhältnismäßigkeit ausgerechnete Strategie im Kampf gegen die vierte Welle ersetzt werden.»

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