Transformation mit der Kultur- und Kreativwirtschaft

Unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie fand heute die Internationale Fachkonferenz Kultur- und Kreativwirtschaft 2021 statt. Aufgrund der aktuellen Situation fand diese digital und mit Livestream statt.

Die Konferenz steht unter dem Motto «Transformation mit der Kultur- und Kreativwirtschaft»

Die Eröffnung der Konferenz vollzog Elisabeth Winkelmeier-Becker, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie.

Winkelmeier-Becker sagte: «Die Kultur- und Kreativwirtschaft treibt Transformationsprozesse voran und gestaltet den Wandel. Ihre Innovationskraft hat sie auch in der Pandemie unter Beweis gestellt, zum Beispiel durch die Verbindung der analogen und digitalen Welt.» 

Weiter sagt sie: «Um die Transformationen in der digitalen Welt und hin zur Klimaneutralität erfolgreich zu meistern, brauchen wir Ideen und Kreativität, die zu erfolgreichen Geschäftsmodellen werden und Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze schaffen. Hierzu leistet die Kultur- und Kreativbranche einen erheblichen Beitrag.»

Die internationalen Fachkonferenz fokussiert sich vor allem auf die Themen wertegetriebene Ökonomien, Nachhaltigkeit und CO2-Neutralität, Soziale Transformation und Digitalisierung.

Was soll mit Sozialer Transformation und Digitalisierung eigentlich gemeint sein?

Die Wirtschaft sollte den Menschen zum Mittelpunkt haben. Und eine Kultur-Wirtschaft sollte dementsprechend eine Kultur ermöglichen und bestärken. 

Auf der Website der Initiative für Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung heißt es: «Bei der diesjährigen Internationalen Fachkonferenz geben Expert*innen Einblicke, wie die Kultur- und Kreativwirtschaft bereits heute Transformationsprozesse mitgestaltet, und liefern Anstöße, wie diese Transformationsfähigkeit noch ausgebaut werden kann. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Verschränkung von Praxis und Wissenschaft gelegt. Im Mittelpunkt des Programms werden sowohl Beispiele aus der Kultur- und Kreativwirtschaft als auch deren wissenschaftliche Einordnung in den vielfältigen Transformationsprozess stehen. Dabei bleibt die Betrachtung nicht nur auf das Bundesgebiet beschränkt: Auch Expert*innen aus dem europäischen Raum werden von ihren Erfahrungen und Sichtweisen berichten. In einer abschließenden Workshopphase werden interessierte Teilnehmer*innen den Kongress inhaltlich reflektieren und konkrete Anregungen für die neue Bundesregierung erarbeiten, wie die Transformation mit der Kultur- und Kreativwirtschaft weiter vorangebracht werden kann.»

Noch nie in meinem Leben habe ich eine solche Zerrissenheit in der Gesellschaft erlebt. Tiefe Gräben ziehen sich durch unsere Familien und Freundeskreise. Vor knapp drei Monaten verloren tausende Menschen im Flutgebiet ihre Existenzen. Die Menschen leben in Angst. In Angst vor einem Virus oder vor schlimmen Verschwörungen. Und so tiefer die Gräben in der Gesellschaft, desto stiller wird es um die Kunst und Kultur. 

Wir leben in einer Zeit, in der die Kultur den Kontakt zu seinen Menschen und die Menschen den Kontakt zu ihren Herzen verloren haben. Was soll das für eine Kunst oder Kultur sein, die sehenden Auges diese Gräben befeuert? 

Von dem einstigen Plan, uns als Gesellschaft für das Mitgefühl, die Sorge, Umsicht und das Verständnis zu entscheiden, ist nicht mehr sehr viel übrig. Kriegsrhetorik und verhärtete Fronten.

Mit einer zerstrittenen Theatergruppe kann man kein Stück spielen. 

Bevor überhaupt an die neuen Themen gedacht werden kann, muss die Kultur ihren Zweck erfüllen und der Gesellschaft ein Spiegel und Reflexionsfläche sein. Die Theaterbühne ist der Ort, an dem Konflikte ausgetragen werden sollten und nicht auf der Straße. 

Es lässt sich sicherlich auch darüber streiten, inwiefern die thematische Fokussierung auf Nachhaltigkeit und CO2-Neutralität, Soziale Transformation und Digitalisierung die gesellschaftliche Spaltung befeuern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.