Wasserstofflösungen «Made in Germany»

Bild: CC BY-SA 4.0 Claus Ableiter https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff#/media/Datei:Linde-Wasserstofftank.JPG

Eine Förderrichtlinie zur finanziellen Unterstützung internationaler Wasserstoffprojekte wurde gestern vom Bundeswirtschaftsministerium und Bundesforschungsministerium vorgelegt. 

Das Bundeswirtschaftsministerium sieht darin einen wichtigen Baustein für das Gelingen der Wasserstoffwirtschaft. Konkrete Projekte zur Erzeugung und Weiterverarbeitung von grünem Wasserstoff sowie zur Speicherung, dem Transport und der Anwendung von Wasserstoff in Ländern außerhalb der EU sollen über die Förderrichtlinie mit einem Investitionszuschuss gefördert werden. Für begleitende Forschungsvorhaben, Studien sowie Ausbildungsmaßnahmen sollen Unternehmen und Forschungseinrichtungen die Möglichkeit erhalten, Förderanträge einzureichen.

Der Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier betonte: «Die veröffentlichte Förderrichtlinie ist ein zentrales Element zur Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie. Denn neben einem starken Heimatmarkt setzen wir beim Markthochlauf von Wasserstoff auch auf Pilotvorhaben unserer Industrie in Partnerländern. Hier können grüner Wasserstoff und seine Folgeprodukte effizient und kostengünstig erzeugt werden. Gleichzeitig nehmen deutsche Unternehmen bei Wasserstofftechnologien weltweit eine Spitzenposition ein. Mit der Förderung von Pilot- und Referenzprojekten im Ausland stärken wir damit zugleich den Industrie- und Exportstandort Deutschland.»

Auch die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek möchte den Ausbau deutscher Wasserstoffenergien voranbringen: «Deutschland bleibt Energieimportland. Daher müssen wir rasch Lieferketten für grünen Wasserstoff aus dem Ausland aufbauen. Die internationale Zusammenarbeit in Forschung und Innovation bei grünen Wasserstofftechnologien ist eine wesentliche Säule der Nationalen Wasserstoffstrategie. Mit dieser Förderrichtlinie setzen wir wichtige Impulse, um den Export von Wasserstofflösungen «Made in Germany» voranzubringen.»

Ein wesentlicher Bestandteil der nationalen Wasserstoffstrategie bleibt die Förderung des internationalen Markthochlaufes von grünem Wasserstoff und der Einsatzes deutscher Technologien im Ausland. 

Für das Bundeswirtschaftsministerium gilt Wasserstoff als zentrales Element für die Verwirklichung der Energiewende. Besonderer Fokus liegt auf einigen Industrie- und Verkehrssektoren, deren CO2 Emissionen schwer zu reduzieren sind.

Der Einsatz deutscher Technologien im Ausland soll vorangetrieben werden. Mit der Förderrichtlinie soll ein Beitrag zum zügigen und zielgerichteten Aufbau eines globalen Marktes für grünen Wasserstoff geleistet werden und Strukturen für den Import von Wasserstoff vorbereitet werden.

Für den Zeitraum bis Ende 2024 stehen insgesamt 350 Millionen Euro an Fördervolumen zur Verfügung. In Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses pro Vorhaben und Antragsteller können Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft bis zu 15 Millionen Euro betragen.

Mit bis zu jeweils 5 Millionen Euro können auch Projekte von Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen gefördert werden. Förderfähig sind ebenfalls Verbundprojekte zwischen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Forschungseinrichtungen.

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